Mittelalterliches Besucherbergwerk in Zschopau

An der Krumhermersdorfer Straße, in der Nähe des Zschopauer Sportplatzes, liegt das im Jahre 1992 eröffnete Schau- und Besucherbergwerk - Zschopau. Dieses Besucherbergwerk liegt unmittelbar neben der wohl bekanntesten Grube Zschopaus. Es handelt sich hier bei um die Heilige- Dreifaltigkeits- Fundgrube. Die Heilige- Dreifaltigkeits- Fundgrube wurde erstmals im Jahre 1478 urkundlich erwähnt, und mit Unterbrechungen bis 1884 betrieben. Vom Parkplatz (Zschopauer Sportplatz) überquert man die Krumhermersdorfer Straße, und den Fluss Zschopau. Am Ende der Zschopaubrücke geht man nun rechtsseitig den Pfad zwischen "Steghaus"(einem alten Zechenhaus) und dem Fluss Zschopau flussaufwärts weiter. (siehe Skizze)



Vorbei geht es, über die vorwiegend im 19.Jahrhundert aufgeschüttete große Halde, am "Dreifaltigkeits- Tiefer- Erbstollen", der in der letzten Betriebsperiode vor allem der Förderung diente. Am Mundloch der eigentlichen Wasserseige vorbei, geht es nun zu den Eingängen des Besucherbergwerkes. Zunächst erhält der Besucher seine Schutzkleidung (Umhang, Helm und Stiefel) wird sich anschließend eine kleine Mineraliensammlung anschauen, und erfährt gleichzeitig einiges über die Geschichte des Zschopauer Bergbaues. Danach wird er in den Berg geführt. Beeindruckend sind die vielen Gesenke (mit Wasser gefüllte Schächte), bei denen der Besucher teilweise durch das klare Wasser bis auf den Grund blicken kann. Bei ständig konstanter Temperatur von + 8 bis+10°C kann der Besucher auf gleicher Ebene wie die Mundlöcher durch den Berg wandern, und die schwierige Arbeit der Bergleute vergangener Jahrhunderte mit Schlägel und Eisen selbst nachvollziehen. Diese Stolln wurden ausschließlich mit dieser Technik mühsam ausgehauen, und bieten uns so einen über 200 Jahre unveränderten Zustand.



Grundriß des Besucherbergwerks Zschopau.



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