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Vom Bergbau um Zschopau
Zur "Heiligen Dreifaltigkeit"
von Otto Thörner.
Wer kennt die Krumhermersdorfer "Dreifaltigkeit?"
Von allen Straßen liegt sie tröstlich weit.
Die Zschopau nur in funkelndem Bogenlauf.
Und die Zinnen von Wildeck schimmern uralt herauf.
Verstummt ist längst "Glückauf!" und Häuergeläut.
Aber dreifach segnet der heimliche Ort noch heut.
Den Wandrer, der flüchtend dem Städtestaub entrinnt,
mit Stille, Blumen und kosendem Gotteswind.
Zum Maien liegt Hang und Halde in Löwenzahnpracht,
Pechnelken bluten sommers beim Häherschrei.
Und Zschopauer Kinder schlagen zur heiligen Nacht
aus den Schwerspatschollen blitzendes Nüsselblei.
Himmelswinkel inmitten von Schutt und Schorf,
die "Heilige Dreifaltigkeit" zu Krumhermersdorf!
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